WIPO: Schweinegrippe

Die sogenannte Schweinegrippe beschäftigte jetzt auch erstmals das Schiedsgericht der World Intellectual Property Organization WIPO.
Der Pharmakonzern F. Hoffmann-La Roche AG konnte die Domains swine-flu-tamiflu.com und tamiflu-swine-flu.com erstreiten.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war aber weniger die Schweinegrippe, als vielmehr das Markenrecht am Kennzeichen Tamiflu.

(Fall Nr.: D2009-0589)
F. Hoffmann-La Roche AG v. Steven Pratt

Produktpiraterie: 25 Mrd. Schaden im Jahr

Falscher Smart fährt in China

Vom T-Shirt über Uhren und Elektronik bis zum Auto: Es gibt inzwischen kaum noch Produkte europäischer oder amerikanischer Hersteller, die nicht gefälscht würden. Kanzlerin Angela Merkel erklärte auf der Jahrestagung des Markenverbandes in Berlin, durch die Produkt- und Markenpiraterie entstehe ein jährlicher Schaden von 25 Milliarden Euro. Eines der bekannteren Bespiele für ungehemmtes Nachahmen ist der chinesische Geländewagen “Shuanghuan Ceo”, der dem BMW X5 verblüffend ähnlich sieht. In China fahren dort gebaute Autos, die wie eine Kopie des “Smart” aussehen. Bei Wirtschaftsverhandlungen zwischen der EU und China gab es aber zum Thema Produktpiraterie keine Einigung. Beide Seiten konnten sich nicht einmal auf eine Abschlusserklärung zu ihren Gesprächen einigen.

Quelle: Bundestag.de

Der “Duft” fremder Marken

Das Handelsblatt beschäftigt sich mit der Entscheidung des EuGH im Fall L’Oreal.

Von der Sogwirkung einer fremden Marke – wie in diesem Fall “L’Oreal” – zu profitieren, dürfte nach einer aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshof künftig deutlich schwieriger werden als bisher. In dem entschiedenen Fall hatten Hersteller preiswerter Nachahmerparfums Vergleichslisten an potentielle Abnehmer verteilt, in denen Markenparfums mit angeblich korrespondierenden Düften benannt wurden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied nun, dass dies sowohl markenrechtlich als auch wettbewerbsrechtlich unzulässig ist (EuGH-Entscheidung vom 18.06.2009, C-487/07, „L´Oreal“).

Jackson Marken leben (teilweise) weiter

Der King of Pop ist tot und einige seiner Marken teilen dieses Schicksal.

Registernummer: 1082733

Nizzaklassen: 03, 09, 14, 16, 18, 21, 24, 25, 26, 28, 30
Rechtsstand: Gelöscht

Registernummer: 1090770
MICHAEL JACKSON
Nizzaklassen: 09, 16, 25
Rechtsstand: Eingetragen – Rechtsbeständig

Registernummer: 1183416
MICHAEL`S PETS
Nizzaklassen: 03, 09, 14, 16, 18, 21, 24, 25, 26, 28, 30
Rechtsstand: Gelöscht

Registernummer: 2050551
DANGEROUS
Nizzaklassen: 09, 16, 25, 28, 41, 42
Rechtsstand: Gelöscht

Registernummer: 2063046
MICHAEL JACKSON
Nizzaklassen: 09, 41, 44
Rechtsstand: Eingetragen – Rechtsbeständig

Markeninhaberin ist bzw. war jeweils die Triumph International, Inc. mit Sitz in Los Angeles.

Quelle: DPMA

CTM: Top-Anmelder 1996-2004

Die Top 10 sieht folgendermaßen aus:

1. Konami (JP) 1313 Anmeldungen
2. Procter & Gamble (USA) 1065 Anmeldungen
3. Deutsche Telekom (D) 1035 Anmeldungen
4. Mars (USA) 897 Anmeldungen
5. Daimler Chrysler (D) 812 Anmeldungen
6. Rewe (D) 621 Anmeldungen
7. L’Oreal (F) 608 Anmeldungen
8. BASF (D) 570 Anmeldungen
9. Unilever (NL) 490 Anmeldungen
10. Lancome (F) 439 Anmeldungen

Quelle: Georg von Graevenitz, “Which Reputations Does a Brand Owner Need?”, 2007

Quelle: Markenserviceblog