Streit um Oberharz – Marke soll helfen

Im Ost-West Streit um die Bezeichnung Oberharz setzt man jetzt auf europaweiten Markenschutz.

„Wenig spektakulär“, so drückte es Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe am Dienstagabend im Rat aus, hat die Samtgemeinde Oberharz Vorkehrungen für die Verteidigung ihres Namens gegen die in Gründung befindliche Einheitsgemeinde „Stadt Oberharz“ in Sachsen-Anhalt getroffen.

Der vor vier Monaten gegründete Verein Region Oberharz e. V. unter Vorsitz Lampes hat beim Europäischen Markenamt die Eintragung des Namens Oberharz beantragt.

Quelle: goslarsche.de

Leider ist eine entsprechende Markenanmeldung beim HABM noch nicht zu finden, so dass eine wirkliche Beurteilung der Markenanmeldung fairerweise noch nicht erfolgen kann.

Grundsätzlich stellen sich aber doch einige Fragen zu diesem Markenprojekt insbesondere zur Schutzfähigkeit.
Ist eine Wortmarke überhaupt eintragungsfähig oder handelt es sich bei einer Marke “Oberharz” nicht nur um eine geografische Herkunftsangabe? Will man ernsthaft aus einer angemeldeten Marke heraus vorgehen? Ist diese Markenanmeldung wirklich gutgläubig?

Fazit: Der Streit um Oberharz bleibt spannend und wird jetzt auch aus markenrechtlicher Sicht immer interessanter.

Linktipp: decisions.ch

Schweizer Entscheidungen zum Marken- und Firmenrecht
Decisions.ch stellt marken- und firmenrechtliche Entscheidungen schweizerischer Gerichte und Behörden in übersichtlichen Tabellen dar (Hinweis für Nicht-Juristen: Firma ist der “Name” einer Gesellschaft; es handelt sich um kennzeichenrechtliche Entscheide).

Decisions.ch umfasst mehr als 800 Entscheidungen seit 2001 (darunter mehr als 200 Widerspruchsentscheidungen des IGE und 50 Entscheidungen unter dem SWITCH-Streitbeilegungsverfahren) und wird monatlich aktualisiert. Erfasst werden grundsätzlich alle in der Zeitschrift für Immaterialgüter-, Informations- und Wettbewerbsrecht sic! oder in den Ingres-News veröffentlichten Entscheide, alle einschlägigen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts sowie eine Auswahl (rund 80%) der Widerspruchsentscheidungen des IGE.

Fazit: Bookmarken!

Kriminalstatistik 2008

Die Kriminalstatistik 2008 meldet einen deutlichen Rückgang der Straftaten im Bereich der gewerblichen Schutzrechte.

Straftaten im Zusammenhang mit Urheberrechtsbestimmungen (UrheberrechtsG, MarkenG, § 17 UWG, GebrauchsmusterG, GeschmacksmusterG, KunsturheberrechtsG, PatentG, HalbleiterschutzG)

erfasste Fälle 2008: 17 979
erfasste Fälle 2007: 32 374
Veränderung absolut: -14 395
Veränderung in %: -44,5
Aufklärungsquote 2008: 92,9
Aufklärungsquote 2007: 95,1

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2008

via: Titelschutzanzeiger