Schweini: Fußballer gegen Grillwurst


Die Augsburger Allgemeine berichtet über die Klage des Fußballstars Bastian Schweinsteiger gegen einen Fleischgrosshändler aus Adelzhausen.

Der Fußballprofi Bastian Schweinsteiger will seinen Spitznamen «Schweini» nicht verwursten lassen. Vor dem Landgericht München I klagt der Star des FC Bayern gegen den Fleischgroßhändler Stefan Drössler, der sich vier Tage vor dem Abschluss des Confederationscup 2005 den Namen als Marke im Lebensmittelbereich schützen ließ.

Unter der Registernummer 30536997 findet sich die Wortmarke Schweini des Fleischgrosshändlers mit Schutzbeanspruchung für die Nizzaklassen 29, 30, 32 und 43. Die Marke weist eine Priorität vom 24.06.2005 auf.

Bastian Schweinsteiger hält neben den Marken für seinen natürlichen Namen auch eine Wortmarke für seinen Spitznamen “Schweini” (Registernummer: 30557748). Die Marke beansprucht mit Priorität vom 27.09.2005 Schutz für insgesamt 17 Nizzaklassen. Es werden auch die Klassen 29, 30, 32 und 43 beansprucht. Diese Marke ist seit der 23. Kalenderwoche 2006 mit einen Widerspruch behaftet.

Insgesamt finden sich acht Schweini Marken im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes. Im Register der Europäischen Gemeinschaftsmarken findet sich eine entsprechende Anmeldung (Registernummer: 5456249) von Bastian Schweinsteiger mit einem Anmeldedatum vom 10.11.2006.


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Comments

Was ist denn bitte eine NIZZAklasse?
Ich kenne Salade Nicoise, das schmeckt recht gut … bei Nizza denke ich entweder an Essen oder Urlaub.

Wasn das für ein seltsamer name?

Die Nizzaklassen (benannt nach dem internationalen Abkommen von Nizza zur Klassifizierung von Waren und Dienstleistungen) unterteilen die Waren in insgesamt 34 und die Dienstleistungen in weitere elf Klassen.

Die Klassen dienen dem dem DPMA auch zur Ermittlung der amtlichen Anmeldegebühren.

Mehr Infos:
http://www.markenblog.de/2005/10/23/nizzaklassen/

Schweinsteiger = Schweini = Würstchen?!

Bastian Schweinsteiger möchte kein Würstchen sein. Zumindest möchte er verhindern, dass ein Wurstfabrik eine Grillwurst vertreibt, die sich "Schweini" nennt. Rechtlicher Hintergrund ist, dass Schweinsteiger sich seinen Spitznamen als Marke…

[…] Parchettio Perfetto | Stoiber: Gestammelte Werke | Minihäuser | Scam Baiting 1 2 | 419: Geschichte eines Opfers | Swiiiing | Rauchkultur am Ende? | Risks of female Masturbation | Sünden-Quittung | Achtung, Gewaltmusik! | Cock and Ball Torture | Die Deutsche Kochschau | Skurrile Gesetze | iPhone | Skating Mozart | equals shit list | Märchenstunde | Dönerverbot | Mein Bruder?!? | Der perfekte Mord | Schweini verwurstet? | Dicke: Alles Ansichtssache! | Penner-Palast | Trickshot Madness | Tisch-Springen | Paris des Ostens […]

Bei einer Hamburger Restaurantkette kann man schon seit mehr als 10 Jahren ein Stück Kassler im Brötchen, mit Kraut, unter dem Namen “Schweini” kaufen.

Bin Bayernfan kann aber nicht verstehen, das ein so junger Mensch schon so Gledgeil sein Kann so wie er heute in Dortmund spielt, sollte er sich zurückhalten.
Laß doch den Metzger auch etwas Geld verdienen Ihr Bayernprofis bekommt den Hals überhaupt nicht voll. Die ganze Angelegenheit ist nur lächerlich. Wann wird aus dem Schweinchen endlich ein gestandener Fußballer??

hey schweini ich find dich voll power und lukas auch klickt euch mal büdde bei meiner addy rein eure rachel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :) ;)

[…] Kurios erscheint im vorliegenden Fall zudem der Umstand, dass der Fleischgroßhändler für das Zeichen “Schweini” drei Monate vor Herrn Schweinsteiger eine Marke angemeldet hat (vgl. Stefan Drössler: Markenblog). Der Wurstfabrikant wollte sich den Fannamen nach eigenen Angaben nicht zu Marketingzwecken sichern. Er machte geltend, dass sich die Bezeichnung nur auf den Inhalt der Wurst beziehe. […]

Meiner Meinung nach, finde ich es nur fair von Schweinsteiger, dass er da klagt, weil wer will schon seinen Namen für ein Stück Fleisch hergeben?
Es ist ja schließlich nicht so, dass der Spitzname “Schweini” unbekannt ist, jeder der sich auch nur ein wenig mit dem deutschen Fußball beschäftigt, der bringt nun einmal den Namen “Schweini” in Verbindung mit dem Weltmeister. Und man könnte ja schon sagen, dass diese Tatsache von dem Wurstwarenhändler ausgenutzt wurde, um mehr Profit zu machen, indem er mit diesem Spitznamen wirbt.
Ich bin letztens auf einen Artikel eines Rechtsanwaltes gestoßen, der sich mit genau diesem Fall auseinander gesetzt hatte.
Hier ist mal der Link zu dem Artikel:
https://www.aid24.de/rechtsblog/schweini-und-google-kai-nehmen-es-mit-marken-und-domainnamen-auf
Ich finde ihn sehr gut geschrieben und echt interessant!

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