EUIPO: Kalamata vs KALAMATOS

Quelle: EUIPO

Die Beschwerdekammer bestätigt die Zurückweisung des angefochtenen Zeichens für Oliven und Erzeugnisse auf Olivenbasis der Klasse 29 gemäß Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe j der EU-Markenverordnung in Verbindung mit der Verordnung 2024/1143 über geografische Angaben für Wein, Spirituosen und landwirtschaftliche Erzeugnisse (§ 42).

Der gemeinsame Wortstamm „KALAMAT-“ reicht zusammen mit minimalen phonetischen und visuellen Unterschieden im Suffix und einer starken begrifflichen Verbindung zur griechischen Stadt Kalamata aus, um im Bewusstsein des durchschnittlichen EU-Verbrauchers eine hinreichend direkte und klare gedankliche Verbindung zwischen den von dem beanstandeten Zeichen erfassten Olivenölen und Olivenprodukten und den durch die älteren geografischen Angaben geschützten Olivenölen und Oliven herzustellen (§ 19, 27–28).

Die Beschwerdekammer betont, dass eine Assoziation weder eine Identität oder Ähnlichkeit zwischen den Waren noch eine Verwechslungsgefahr oder Täuschung hinsichtlich der Herkunft erfordert. Eine Assoziation kann sich aus der teilweisen Übernahme des geschützten Namens, aus phonetischer und visueller Ähnlichkeit oder allein aus begrifflicher Nähe ergeben und kann auch dann festgestellt werden, wenn das angefochtene Zeichen lexikalisch nicht als bekannter Begriff erkannt wird (§ 20).

Die weitgehende Ähnlichkeit des Wortstamms „KALAMAT-“ in Verbindung mit einer lediglich geänderten Endung entspricht einem Muster, bei dem die EU-Rechtsprechung durchweg eine Anspielung auf eine geschützte geografische Angabe bestätigt, da ein angeblicher Fantasiecharakter, der auf geringfügigen Abweichungen beruht, nicht ausreicht, um die von den maßgeblichen Verkehrskreisen gebildete gedankliche Verbindung zu beseitigen (§ 32).

Quelle: EUIPO