Teures Wahrzeichen

Wenn die Stadt Weißenfels in Zukunft die Figur des Stadtjungen – im Volksmund Schusterjunge genannt – nutzen will, muss sie ordentlich Geld auf den Tisch legen. Die Dr.-Christian-Künzer-Stiftung ist bereit, die Vermarktungsrechte für einen Betrag von 25 000 Euro an die Stadt abzutreten.

[…] Der von ihm jetzt genannte Preis “ist nicht mehr, als der Ersatz unserer Ausgaben für den Markenschutz beim Patentamt München”, versichert Künzer. Die Summe scheint sehr hoch, auch nach Ansicht von Patentanwälten, aber nicht ausgeschlossen, versicherte ein Berliner Anwalt gegenüber der MZ.

Immerhin hat sich die Stiftung mit dem Stadtjungen insgesamt fünf Marken – einschließlich des Schriftzugs “Weil’s mich freut” – in 37 Klassen schützen lassen. Das kostet allein an Gebühren beim Patentamt 3 700 Euro. Hinzu kommen laut Künzer umfangreiche Kosten für Anwaltshonorare, was man alles belegen könne

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Markenpiraterie? Kaufmann vor Gericht

Prozess – Internethändler soll Kleidung und Schuhe mit illegalen Markenbezeichnungen vertrieben haben

[…] Der 28-jährige Geschäftsmann soll Kleidungsstücke und Schuhe mit guten Namen in großen Mengen verkauft haben, obgleich die Markenfirmen ihm gar keine geliefert hatten. Alles nur Betrügerei?

Angeklagt ist der Kaufmann wegen vielfachen Verstoßes gegen das Markenschutzrecht und wegen Betruges. Er soll sein Treiben sogar fortgesetzt haben, obwohl er bereits im Juni 2006 von der Polizei Besuch bekam, die über eintausend Paar Schuhe und rund 400 Kleidungsstücke überprüfte und feststellen musste, dass die Mehrzahl der Sachen Markenbezeichnungen wie »Abercrombie & Fitch«, »Seven for all mankind« oder »Puma« zu Unrecht trug.

Quelle: Reutlinger General-Anzeiger